Samstag, 15.12.2018 14:45 Uhr

Weg mit dem unerträglichen Videobeweis

Verantwortlicher Autor: Peter Müller Berlin, 19.11.2017, 08:49 Uhr
Presse-Ressort von: Peter Müller Bericht 6022x gelesen

Berlin [ENA] Vor fast 50000 Zuschauern entwickelte sich im Berliner Olympiastadion ein Spiel das die Gäste weitgehend bestimmten. Die Berliner Hertha konnte in diesem Spiel nur reagieren statt agieren. Zudem hatte sich der ehemalige Herthaspieler Raffael an seiner alten Wirkungsstätte einiges vorgenommen und setzte mit zwei Torerfolgen ein Zeichen und kann somit durchaus als Matchwinner ausgezeichnet werden.

Was aber für noch mehr Aufsehen unter den Besuchern sorgte war die falsch ausgelegte Auslegung des Videobeweis. Als nach einer Viertelstunde sowohl die Berliner als auch die Gladbacher sich auf einen Eckball für Borussia Mönchengladbach eingerichtet hatten, zeigte Schiedsrichter Bastian Dankert wie aus heiterem Himmel auf den Elfmeterpunkt für die Gäste und zeigte das Zeichen Videobeweis ohne sich jedoch am Spielfeldrand die Bilder angesehen zu haben. Höchstwahrscheinlich hatte er eine Mitteilung vom Videoassistenten auf den Kopfhörer mitgeteilt bekommen.

So ist der Videobeweis aber nicht ausgelegt worden, vielmehr sollte der verantwortliche Schiedsrichter die Entscheidung fällen und dazu hätte er sich den Videobeweis selbst ansehen müssen um eine diesbezügliche Entscheidung treffen zu können. Dem 0:1 der schon in der fünften Spielminute durch Lars Stindl erzielt wurde folgte in der 14. Minute durch besagten Handelfmeter durch den platziert getretenen Elfmeter durch Thorgen Hazard. Rune Jarstein hatte gegen den Strafstoß keine Abwehrchance und genau so war es auch in der 20. Minute als Raffael aus zwanzig Meter Torentfernung an den Ball kam und sich den Ball zurechtlegte und mit einem Knaller unter die Latte für eine vermeintliche Vorentscheidung mit dem 0:3 sorgte.

Hertha gab sich aber noch nicht geschlagen und erzielte durch Ibisevic nur acht Minuten nach dem 0:3 das erste Tor des Spiels für die Berliner. Mit dem 1:3 ging es in die Halbzeitpause und das Zwischenergebnis war durchaus verdient. In der 71. Minute keimte für die Hausherren weitere Hoffnung auf als Mitchell Weiser der Anschlusstreffer zum 2:3 gelang. In der v77. Minute war der Traum von einem Punktgewinn aber schon wieder dahin, weil Raffael mit dem 2:4 mit seinem zweiten Treffer nun wohl das Spiel entschied. Das Team von Pal Dardai versuchte zumindest noch das Resultat zu verbessern, was aber nicht mehr gelang. Herthas Coach war mit seiner Entscheidung mit Ibisevic und Selke zwei Stürmer aufzubieten zufrieden,

Er merkte aber an das dadurch im zentralen Mittelfeld ein Spieler weniger zum Einsatz kam. Durch den Auswärtssieg der Gladbacher verbesserten sie sich auf den dritten Tabellenplatz und die Berliner haben ihre Talfahrt nun in die Nähe der Abstiegszone befördert und finden sich nun auf dem 14. Tabellenplatz wieder.

Hertha BSC gegen Borussia Mönchengladbach 2:4 (1:3)

Hertha: Jarstein, Weiser, Langkamp, Rekik, Plattenttenhardt, Esswein (61.Lazaro), Maier, Skjelbred, Kalou (82.Mittelstädt), Selke, Ibisevic. Trainer: Pal Dardai. Ladbach: Sommer, Elvedi, Ginter, Vestergaard, Wendt, Kramer, Zakaris, Hazard (90.Drmic), Johnson (74.Herrmann), Stindl, Raffael (87.Grifo). Trainer: Dieter Hecking. Schiedsrichter: Bastian Dankert aus Rostock Zuschauer: 48303 im Olympiastadion in Berlin Tore: 0:1 (5.) Stindl 0:2 (14.) Hazard 0:3 (Handelfmeter) (20.) Raffael 1:3 (28.) Ibisevic 2:3 (71.) Weiser 2:4 (77.) Raffael Gelbe Karten: Rekik (14.), Ibisevic (90.+2) - Drmic (90.+3)

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