Freitag, 18.05.2012 14:50 Uhr

Unzufriedener Trainer bei Hertha BSC.

Verfasser: Peter Müller Berlin, 28.01.2012, 22:34 Uhr
Presse-Ressort von: Peter Müller Bericht 1890x gelesen

Berlin [ENA] Michael Skibbe, der neue Trainer des Berliner Aufsteigers, der das Amt von Markus Babbel fortführt, fand nach der Heimniederlage ehrlich klingende Worte. Er bezeichnete die Leistung seiner Mannschaft als nicht tauglich für die Bundesliga. Zweikampfverhalten und Laufbereitschaft ließen zu wünschen übrig und kündigte an darüber mit der Mannschaft zu reden, was absolut notwendig erscheint.

Im nächsten Heimspiel gegen Hannover 96 muss am kommenden Sonnabend eine andere Mannschaftsleistung her, um mit einem Erfolg eine Hoffnung auf den Klassenerhalt bewerkstelligen zu können. Viele der 50.000 Zuschauer teilen wohl die Meinung des Trainers, dem man allerdings von den Fans nicht viel zutraut, was damit zusammen hängen könnte, dass man markus Babbel hinterhertrauert.

Tatsächlich boten die Hertha Profis gegen den Hamburger SV nur eine bescheidene Leistung ab, die sich der Trainer ein zweites Mal nicht bieten lassen will und das ist sein gutes recht, denn schließlich muss er ja im Falle des Abstiegs seinen Kopf hinhalten und seine Koffer packen und sich obendrein noch einen neuen Arbeitgeber suchen muss. Wenn ein Aufsteiger in die höchste deutsche Spielklasse halten will, dann ist Kampf und Engagement von der ersten bis zur letzten Minute absolut notwendig.

Wenn der Schlendrian Einzug in die Mannschaft dann dennoch einzieht, dann ist der Trainer gefragt diesen Schlendrian wieder zu vertreiben und genau das ist das Ziel von Michael Skibbe. Offensichtlich hat die Mannschaft noch nicht erkannt, dass man derzeit mitten im Abstiegskampf steckt und es schon einer Energieleistung bedarf um das Abstiegsgespenst zum Rückzug zu vertreiben.

Wenn die üblichen Mechanismen greifen, dann könnte der gerade erst verpflichtete Trainer schon bald unter Druck geraten, obwohl für jeden Stadionbesucher sichtbar war, dass nicht der Trainer sondern die Mannschaft das Spiel verloren hat und Skibbe die Zeit erhält seinen ob weiter zu betreiben und vom Hertha Vorstand die notwendige Rückendeckung erhält. Michael Preetz und Werner Gegenbauer sind ja erfahrene Leute und werden schon richtige Entscheidungen treffen.

Aber auch der Trainer sollte jetzt eine harte Hand beweisen und die Spieler in die Pflicht nehmen, die diese missliche sportliche Lage zu verantworten haben. Für Berlin ist ein Abstieg der Hertha nicht vorstellbar und sollte mit aller Macht vermieden werden, ein nochmaliger direkter Wiederaufstieg wäre wohl zumindest sehr schwer, wenn nicht sogar unmöglich. Berlin braucht Hertha als Bundesligisten.

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