Dortmund tat sich in Nürnberg schwer.
Nürnberg [ENA] Im eisigen Easy-Credit- Stadion brauchten die knapp 46.000 Zuschauer Ihr Kommen nicht zu bereuen, denn ihnen wurde ein spannendes und unterhaltsames Bundesligaspiel auf hohem Niveau geboten. Beide Mannschaften boten bei unter 11 Grad Minustemperaturen ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem die Nürnberger überraschend in der Anfangsphase die überlegene Mannschaft war, was sich aber im Laufe der Zeit änderte.
Die Nürnberger wurden von Trainer Dieter Hecking grandios auf den Meister eingestellt und waren in den ersten zwanzig Minuten der Führung sehr nahe. Besonders die Standardsituationen vom Tschechen Adam Hlousek machten dem Meister Schwierigkeiten und brachten beträchtliche Torgefahr, Roman Weidenfeller hielt sein Tor sauber, brauchte jedoch die Mithilfe von Kagawa der auf der Torlinie klären musste. Wer weiß wie das Spiel ausgegangen wäre wenn die Franken in dieser Phase in Führung gegangen wären. Der amtierende Meister kam dann aber auf und drehte das Spiel, obwohl Sven Bänder mit einer Bänderverletzung, er knickte ohne Einwirkung eines Gegenspielers um und musste bereits in der 22. Minute durch Moritz Leitner ersetzt werden.
Die Dortmunder kamen dann ihrerseits gefährlich vor das Nürnberger Tor und Schäfer im Tor der Nürnberger konnte sein Können mehrmals unter Beweis stellen. Das Spiel war nun offen und es ging in den Strafräumen munter zu. Die Zuschauer spürten dies winterlichen Temperaturen nicht mehr und erwärmten sich an dem Spiel. Bis zur Pause blieb es ohne zählbare Torerfolge.
Personelle Veränderungen gab es zu Beginn der zweiten Halbzeit auf beiden Seiten keine, die Westfalen hatten aber einen Blitzstart. Leitner spielte einen Superpass auf die rechte Seite, wo Großkreutz den Ball zu Kehl zurücklegte, der den Ball im Tor unterbrachte. Ein genialer Spielzug endete mit der nun verdienten Führung der Dortmunder. Die Gäste dominierten nun das Spiel, aber die Gastgeber versuchten immer wieder Nadelstiche zu setzen, scheiterten aber stets an Weidenfeller, der wie sein Gegenüber einen guten Tag erwischt hatte.
Auch Jürgen Klopp hatte mit seinem goldenen Händchen bei der Einwechslung von Barrios seinen Anteil am Erfolg, denn der von englischen Vereinen in der Winterpause umworbene Barrios erlöste seine Elf mit dem entscheidenden Tor zum 0:2 für die Entscheidung. Sein erstes Bundesligator in dieser Spielzeit brachte auch bei ihm eine Erleichterung und hofft nun auf weitere Treffer für die Westfalen.
Borussia Dortmund setzte mit dem Auswärtssieg die Konkurrenten um die Meisterschaft Bayern München, Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach unter Druck, denn mit dem Dreier übernahm das Team von Jürgen Klopp zumindest vorübergehend die Tabellenspitze und können sich genüsslich mit ansehen was die Konkurrenz für Ergebnisse einfährt. Bereits am Dienstag sind die Dortmunder bei Holstein Kiel im Pokal schon wieder gefordert, vor dem Spiel hat Klopp ein ungutes Gefühl , denn in einem Stadion ohne Rasenheizung ist bei den momentanen Temperaturen vieles möglich, aber den Pokal wollen die Westfalen nicht aus den Augen verlieren und wollen in dem Wettbewerb noch möglichst weit kommen.
Der 1. FC Nürnberg ist mit dieser Heimniederlage nun mitten im Abstiegskampf und könnten im Erfolgsfall von Hertha BSC gegen Hannover 96 auf den 15. Tabellenplatz abrutschen. Allerdings sollte das Spiel gegen den amtierenden Meister Mut zu weiteren erfolgreichen Spielen machen und auch wieder Punkte einbringen. Wie ein Absteiger spielten die Nürnberger keinesfalls.
Nürnberg gegen Borussia Dortmund 0:2 (0:0)
Nürnberg: Schäfer, Feulner, Wollscheid, Maroh (80.Bunjaku), Hlousek, Simons, Didavi, Cohen (60. Chandler), Hegeler, Eigler (59. Esswein). Pekhart . Trainer: Dieter Hecking Dortmund: Weidenfeller, Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer, Sven Bender (22. Leitner), Kehl, Blaszczykowski (88. Gündogan), Kagawa, Großkreutz, Lewandowski (72. Barrios). Trainer: Jürgen Klopp Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf) Zuschauer: 45.0572 im Easy-Credit-Stadion Tore: 0:1 (48.) Kehl, 0:2 (82.) Barrios Gelbe Karten: Feulner (53.)




















































