Mittwoch, 14.11.2018 18:09 Uhr

Die Fussball Europa-Super-League (ESL) kommt!

Verantwortlicher Autor: Sven Wiese Deutschland, 05.11.2018, 15:41 Uhr
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Deutschland [ENA] 16 europäische Top-Klubs werden sich wohl zukünftig in der Europa-Super-League duellieren, für die es schon seit 2016 soll konkrete Pläne geben soll. Ab November 2018 soll die Abgabe der Absichtserklärungen für die teilnehmenden Vereine beginnen und der Start soll in der Saison 2021/22 erfolgen. Die Bundesliga würde dann ohne den FC Bayern und Borussia Dortmund auskommen müssen.

Früher oder später wird es so sein. Ob die Zeitangaben, die z.Zt. im Raum stehen, stimmen, ist noch nicht bestätigt. Auch ist die ganze Super-League an sich nicht sicher, aber es deutet mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit darauf hin, dass es nur eine Frage der Zeit sein wird, bis diese Liga kommt. Die Rede ist von 16 Top-Mannschaften aus Europa, die sich zu einer eigenen Fussballliga zusammenschließen wollen, um unabhängig von der UEFA einen Wettbewerb auszutragen. Die ersten Pläne sollen dazu schon vor einigen Jahren bestanden haben, wie Football Leaks erfahren haben will.

Soweit die Liste lt. ‚Der Spiegel‘ im Umlauf ist, soll es sich um „11 Gründungsmitglieder“ handeln, die nicht absteigen können: aus England Manchester City, Manchester United, FC Arsenal und FC Chelsea; aus Italien Juventus Turin und AC Milan; aus Frankreich Paris Saint-Germain; aus Spanien der FC Barcelona und Real Madrid; und aus Deutschland der FC Bayern München. Dazu kommen 5 Mannschaften, die ‚austauschbar‘ sind. Zu Beginn könnten es Borussia Dortmund, Atletico Madrid, AS Rom, Inter Mailand und Olympique Marseille sein. Also im Endeffekt nicht viel anders, als sich jetzt schon die Champions-League präsentiert, die im Kampf um den Titel meist unter einer der aufgeführten Mannschaften ausgespielt wird.

Grundsätzlich ist die Idee nicht schlecht, wenn sich die großen Vereine die Millionen noch besser hin und herschieben können, als sie es jetzt schon machen und sich dabei nicht an irgendwelche Gesetze und Vereinbarungen halten müssen, die ihnen von der UEFA aufgedrückt werden. Auch wenn wir seit einigen Tagen wissen, dass der Verband schon wieder mal schützend seine Hand über Vereine hält, damit diese weiterhin unter den Top-Klubs mitspielen dürfen. So könnte man doch in einer eigenen Liga seine eigenen Regeln machen, die jeglicher finanzieller Moral des legalisierten Menschenhandels …äh… der Spielerrtansfers widersprechen und keiner wäre unter Druck. Die Vereine holen sich Geldgeber und werfen sich die Scheine gegenseitig in den Rachen.

„Bloß nicht!“ sagen die Einen, „Endlich!“ die Anderen. Die Meisterschaft der 1. Fussball Bundesliga ist schon etwas länger durch den FC Bayern zu einer langweiligen Veranstaltung geworden und die Mannschaften, bzw. deren Anhänger, erfreuen sich mehr am Kampf gegen den Abstieg oder um die internationalen Plätze. Das sind auch die, die sagen: „…lass die endlich ziehen und ihr eigenes Ding machen, dann wird es wieder spannender“. Somit hätten sicherlich auch mal wieder Mönchengladbach oder Schalke und vielleicht endlich mal Leverkusen Chancen auf einen Meistertitel.

Die UEFA würde zu den guten alten 3 Wettbewerben zurückkehren (Pokal der Landesmeister, Pokal der Pokalsieger und den UEFA-Cup), wo es keine Möglichkeit gäbe eventuell als 4. in der Meisterschaft noch am Wettbewerb der Meister teilzunehmen. Nur, ist es wirklich so? Ebenso wie der BVB, dementiert auch der FC Bayern vehement, die Bundesliga verlassen zu wollen und „…steht zu seiner Mitgliedschaft in der Bundesliga…“, wird Rummenigge zitiert.

Wenn aber so eine Verbandsausgliederung vollzogen werden sollte, dann wird die Öffentlichkeit sicherlich fordern, dass diese unter gewissen Voraussetzungen geschieht. Z.B. dürften bei einem Abschied aus der Bundesliga unter der Zuständigkeit des DFB der FC Bayern und der BVB keine Farmteams unter ihrer Kapitalgesellschaft oder in anderer Verbindung in die Wettbewerbe (Liga- und Pokalspiele) schicken. Und sollte sich die Super-League mal in Luft auflösen, müssten die ausscheidenden Team sich wieder von der 4. Liga hocharbeiten. Dennoch wäre sicherlich eine Teilnahme einzelner Spieler in den Nationalmannschaften unter Umständen denkbar. Nur unter welchen bleibt unklar.

"Den Menschen treibt die Gier, und wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht", sagte US-Nobelpreisträger Milton Friedman. Und die Vereine auch, denn sie werden von Menschen regiert und unterstützt und in diesem Milliardengeschäft will jeder etwas vom Kuchen bekommen. Die Bayern sind ja schon immer gerne für eine Welt, wie sie Ihnen gefällt und wenn man dafür Gleichgesinnte findet, umso besser. Borussia Dortmund könnte als Aktiengesellschaft natürlich der Profitwahn der Anleger in die zukünftig teuerste Vereinsliga der Welt drängen. Und damit hat jeder an sich gedacht und nicht an die nationale Eliteliga.

Fakt ist, die Super-Liga wird kommen, früher oder später und ob es uns Fussball-Romantikern, die sich bis in die 2000er Jahre die Hintern in der ungedeckten Kurve abgefroren haben, nun passt oder nicht. Denn das Publikum wird sicherlich nicht das sein, welches jetzt die Mannschaften unterstützt, sondern ein Event-Publikum, welches sich die Vereine wünschen und sich nach seinen Regeln hinbiegen lässt: die ‚Fans‘ bringen Geld und machen keinen Ärger!

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