Freitag, 18.05.2012 14:39 Uhr

Die Berliner sind weiterhin im freien Fall in der Tabelle.

Verfasser: Peter Müller Berlin, 28.01.2012, 20:14 Uhr
Presse-Ressort von: Peter Müller Bericht 2072x gelesen

Berlin [ENA] Vor knapp 50.000 Zuschauern mit einem beträchtlichen Hamburger Anteil konnten eine erneute Niederlage der Berliner nicht verhindern und befinden sich damit mitten im Abstiegskampf, während sich der Hamburger SV etwas Luft verschaffen konnten und Hertha in der Tabelle überflügelt haben. Die Norddeutschen nehmen den 12. Tabellenplatz ein und die Berliner haben den 14. Tabellenplatz inne.

Hertha könnte bei einem wahrscheinlichen Sieg am Sonntag von Mainz 05 gegen den SC Freiburg noch einen Tabellenplatz abrutschen, was dann 15 Tabellenplatz und somit akute Abstiegsgefahr bedeuten würde. In einer von beiden Mannschaften vorsichtig beginnende Partie fanden die Gäste zuerst den Weg vor das gegnerische Tor und bedienten sich ihrer rechten Offensive, weil sie auf Herthas linker Defensivseite Vorteile erkannten. Bereits in der 21. Minute musste Herthas Coach Michael Skibbe Christoph Janker wegen eines Jochbeinbruchs gegen den gerade erst wiedergenesenen Andre Mijatovic auswechseln.

Wenig später folgte ein weiteres Negativerlebnis, denn Marcell Jansen sorgte nach guter Vorarbeit von Dennis Diekmeier, der sich gegen Levan Kobiashvili in einem Laufduell durchsetzte und genau den richtigen Zeitpunkt erwischte um den Ball zum Torschützen zu passen, für die verdiente Gästeführung. Die Gastgeber hatten in dieser Spielphase nichts entgegenzusetzen und wirkten lethargisch und waren offensichtlich nicht bereit oder nicht in der Lage sich entscheidend zur Wehr zu setzen.

Die Gäste dominierten eindeutig das Spiel und in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit sorgte Mladen Petric mit einem Kopfball nach erneuter Vorarbeit von Dennis Diekmeier für eine beruhigende Halbzeitführung. Die Hamburger hatten in der ersten Halbzeit weitere gute Torchancen und hätten bei besserer Chancenverwertung noch komfortabler in Führung liegen können. Die zweite Halbzeit begann wie die erste endete mit klaren Vorteilen der Gäste, offensichtlich hatten die Hausherren den Ernst der Lage im Abstiegskampf noch nicht erkannt und setzten sich nicht angemessen zur Wehr um das Spiel noch zu drehen.

Auf beiden Seiten ergaben sich zaghafte Gelegenheiten zum Torerfolg zu kommen, die aber nicht für ernsthafte Gefahr vor den Toren nach sich zogen. Als die Berliner Niederlage fast schon in Stein gemeißelt schien, erwachtwen die Hausherren plötzlich und setzten die Hamburger so unter Druck, wie es das Berliner Publikum von Beginn an erwartet hatte. Der Erfolg blieb nicht aus, denn Pierre-Michel Lasogga sorgte mit einem Kopfballtreffer nach Flanke von Levan Kobiashvili für den Anschluß, nur wenige Minuten später tauchte der Berliner Torschütze frei vor dem Hamburger Torhüter Jaroslav Drobny auf, scheiterte aber am ehemaligen Hertha Torhüter.

Die Bemühungen der Hertha ließ nicht nach und der HSV hatte viel Defensivarbeit zu verrichten um den möglichen Ausgleich zu verhindern. Auch die dreiminütige Nachspielzeit änderte am Spielstand nichts mehr und die Gäste entführten drei Punkte aus dem Olympiastadion und das war nicht unverdient, denn wie sich herausstellte erwachten die Hauptstädter zu spät um wenigstens einen Punkt retten zu können.

Michael Skibbe war von der ersten Halbzeit und über weite Strecken der zweiten Halbzeit über seine Mannschaft enttäuscht, weil der nötige Kampf fehlte und erst spät begonnen wurde Fußball zu spielen. Von den letzten zwanzig Minuten war der neue Trainer aber angetan und lobte die Offensivaktionen, die fast alle zum Abschluss führten, man aber leider für die gute Leistung in der Endphase des Spiels nicht belohnt wurde.

Bereits am nächsten Sonnabend haben die Herthaner Gelegenheit im Heimspiel gegen Hannover 96 Wiedergutmachung zu betreiben und vielleicht von Beginn an mit dem nötigen Ernst und Elan an die Aufgabe heran zu gehen. Der HSV empfängt am nächsten Sonnabend um 18:30 Uhr Bayern München in Hamburg, sicherlich keine leichte Aufgabe für die Norddeutschen, denn die Münchner meinen es in dieser Saison mit Meisterschaft ernst.

Hertha BSC gegen Hamburger SV 1:2 (0:2)

Hertha: Kraft, Lell, Hubnik, Janker (21. Mijatovic), Kobiashvili, Lustenberger, Ottl (75. Ronny), Ebert, Ramos, Torun (46. Niemeyer), Lasogga. Trainer: Michael Skibbe Hamburg: Drobny, Diekmeier, Bruma, Westermann, Aogo, Rincon, Jarolim, Sala (90. Son), Jansen (90. Rajkovic), Guerrero, Petric (85. Kacar). Trainer: Thorsten Fink Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken) Zuschauer: 49.168 im Berliner Olympiastadion Tore: 0:1 (24.) Jansen, 0:2 (45.+1) Petric, 1:2 (81.) Lasogga Gelbe Karten: Mijatovic (41.), Niemeyer (60.), Lell (89.) - Rincon (90.) Mijatovic und Lell sahen ihre fünfte Gelbe Karte in der laufenden Saison und sind für das kommende Heimspiel am 4.2.2012 gegen Hannover 96 gesperrt.

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