Der Titelverteidiger komplettiert das Spitzentrio.
Hamburg [ENA] Die Hamburger haben mit Berg, Töre, Petric, Castelen und Ilicevic einige Spieler zu ersetzen, bei den Gästen aus Dortmund klingt die Liste der ausfallenden Spieler jedoch dramatischer. Weidenfeller, Santana, Götze, Koch und Kringe sind schon hochkarätige Spieler, die nicht zur Verfügung stehen. Die Hamburger sind unter Trainer Thorsten Fink seit neun Bundesligaspielen ungeschlagen.
Sie wollen mit einem Sieg gegen den amtierenden Deutschen Meister ihre Tabellensituation weiter verbessern und aus dem eventuellen Heimsieg einen Motivationsschub für den weiteren Saisonverlauf mitnehmen. Allerdings haben die Dortmunder auch Gründe einen Sieg aus der Imtech-Arena herauszuholen. Schließlich haben die Bayer am Freitag gegen Borussia Mönchengladbach Federn gelassen, Schalke 04 hat sein Spiel am Sonnabend gegen den VfB Stuttgart gewonnen und sind nun punktgleich mit den Bayern an der Spitze der Tabelle, bei einem Sieg der Dortmunder würden die Schwarz-Gelben Königsblau vom zweiten Tabellenplatz verdrängen und das sollte Anreiz genug sein.
Die Gäste aus Westfalen wollten von Beginn an ihre Chance nutzen, den Rivalen aus Gelsenkirchen in der Tabelle zu überflügeln und setzten die Hamburger mit großer Laufbereitschaft unter Druck, so dass die Gastgeber keinen guten Spielaufbau anbieten konnten. Andererseits kamen die Westfalen immer wieder zu Ballgewinnen und dann ging es relativ zügig in den Strafraum des Gegners. Bereits nach einer Viertelstunde gelang Großkreutz die verdiente Führung, nach exzellenter Vorarbeit von Kagawa, der viel Übersicht bewies und der Torschütze nur noch vollenden musste.
Die Hamburger konnten sich vereinzelt auf der linken Seite in der Offensive durchsetzen und brachten durch Aogo und Jansen einige gefährliche Flanken in den Hamburger Strafraum. Allerdings fand man im Zentrum keinen adäquaten Abnehmer, so dass der Weidenfeller Ersatz Langerak nicht oft geprüft wurde. Spielbestimmend waren auch in der Folgezeit die Gäste, denen in der 37. Minute durch Lewandowski mit seinem 13. Saisontreffer die 2:0 Führung gelang, wobei sich das Abwehrgefüge mehr als Zuschauer, als als Abwehrspieler betätigten.
Mit der beruhigenden 2:0 Führung der Dortmunder ging es in die Pause. Thorsten Fink reagierte auf den Rückstand und brachte mit Petric einen zweiten Stürmer für den enttäuschenden Kacar. Die Gastgeber fanden tatsächlich besser ins Spiel als im ersten Durchgang, jedoch konnten sie die Gäste nicht wie vom Trainer erwünscht unter Druck setzen. Die westfälischen Gäste konnten durch zwei Tore von Blaszczykowski und einem weiteren Treffer von Lewandowski das Ergebnis auf 0:5 ausarbeiten, bevor den Hamburgern nach einem Fehler von Torhüter Langerak noch das Ehrentor gelang.
Das Elfmetertor von Blaszczykowski war übrigens der erste verwandelte Elfmeter der laufenden Saison. Nach verschiedenen Fehlschützen vom Punkt hat man nun die Gewissheit mit „Kuba“ Blaszczykowski einen Mann für diese Fälle gefunden hat. Die Dortmunder haben nun das Spitzentrio mit Schalke und Bayern komplettiert und haben durchaus die Chance ihren Meistertitel zu verteidigen.
Hamburger SV gegen Borussia Dortmund 1:5 (0:2)
Hamburger SV: Drobny, Diekmeier, Bruma, Westermann, Aogo, Kacar (46. Petric), Rincon, Tesche, Lam, Jansen (65. Sala), Guerrero. Trainer: Thorsten Fink Boussia Dortmund: Langerak, Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer, Sven Bender (82. Gündogan), Kehl (73. Leitner), Blaszczykowski, Kagawa (81. Barrios), Großkreutz, Lewandowski. Trainer: Jürgen Klopp Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding) Zuschauer: 55.000 in der Imtech-Arena Tore: 0:1 (16.) Großkreutz. 0:2 (37.) Lewandowski, 0:3 (58.) Blaszczykowski, 0:4 (76.) Blaszczykowski (Foulelfmeter), 0:5 (83.) Lewandowski, 1:5 (86.) Guerrero Gelbe Karten: Bruma (30.)




















































