Samstag, 17.11.2018 01:46 Uhr

Es gärt an Israels Südgrenze

Verantwortlicher Autor: Tamás György Morvay Jerusalem, 30.06.2018, 11:27 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Politik +++ Bericht 6106x gelesen

Jerusalem [ENA] Die angeblich friedlichen Proteste begannen schon im März - damals standen sie noch im Zeichen des sog. "Rückkehrrechts". Sieben Wochen lang hielt die Führung in Gaza diese Fiktion erfolgreich in den Schlagzeilen. In Europa gelang es, man muss sagen, einmal mehr, die Mär von der gewaltfreien Demonstration gegen "die Besetzung" in den Schlagzeilen zu halten. Und dann kamen die Drachen, Molotow-Cocktails angehängt.

Es war bereits zum festen Ritual geworden: von der Hamas organisierte Proteste an der Grenze zwischen Israel und Gaza, bei denen hinter den menschlichen Schutzschildern gewaltbereite Grüppchen Angriffe auf die Grenzanlagen vorbereiteten. Wenn sie dann hinter den brennnenden Autoreifen hervortraten und die Zäune zu durchbrechen versuchten, schoss die israelische Armee zurück. Dennoch, in der Wahrnehmung der europäischen Presse und Öffentlichkeit waren es die Israeli, die unverhältnismässig auf friedliche Demonstranten reagiert hätten. Geflissentlich ignoriert wurde dabei, dass sogar die Hamas zugab, die überwiegende Mehrzahl der Getöteten seien Angehörige ihrer militärischen Einheiten - also gerade nicht harmlos protestierende Zivilisten.

Die über sieben Wochen aufrecht erhaltenen, fast schon ritualisierten "Proteste" erreichten am und nach dem israelischen Unabhängigkeitstag am 14. Mai eine neue Dimension. Auf brennende Autoreifen auf der arabischen Seite der Grenze folgten nun Molotov-Cocktails, an Drachen angehängt, welche die Ernte-bereiten Felder auf israelischen Seite in Brand steckten, und von den Winden gar auf Naturschutzgebiete und Wälder getragen wurden, wo sie verheerende Schäden anrichten. Und noch etwas hat sich seit Mitte Mai verändert: die europäische Presse und politische Öffentlichkeit schweigen über diese neue Dimension der Gewalt. Es scheint, als bewahrheite sich der alte Vorwurf, wenn man nicht Juden dafür verantwortlich machen könne, sei es keine News.

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