Freitag, 18.05.2012 13:58 Uhr

HR Giger Problematischer Erfolg

Verfasser: Pressportmedia-Uwe Marcus Rykov Chur, 19.02.2012, 18:51 Uhr
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HR Giger
HR Giger   Bild: Pressportmedia Uwe Marcus Rykov

Chur [ENA] Um seine Person macht er kein Aufheben. Den durch den Oscar für die Ausstattung in Ridley Scotts Science-Fiction-Film "Alien" errungenen Ruhm nimmt er selbst nicht wichtig. Tatsächlich hat ihm der Erfolg in Hollywood nicht nur gut getan.Denn in der Welt der Kunstszene

wurde Giger seither geschnitten. Ausstellungen in die Kunstmuseen waren nicht mehr zu finden und die Museen kauften keine Werke mehr an. Gleichzeitig ist aber seine Popularität in der Tattoo-Szene, bei den Designern, Esoterikern und Filmfreaks merkbar gewachsen. Das habe auch sein Schaffen beeinträchtigt. Giger hat sich immer mehr auf das Entwerfen von Möbeln, Ausstattungsstücken, Plattencovern und weiteren Designs für Filme kapriziert. Die künstlerische Höhe, Intensität und Aussagekraft, die seinen frühen Werken zugrunde liege, hatte der Künstler später nicht mehr erreicht. Deshalb wurde im Bündner Kunstmuseum das Frühwerk Gigers von 1961 bis 1976 gezeigt.

Hier ist bei seinen frühen Werken stilistisch und ikonografisch bereits alles geschaffen, worauf er schließlich später aufgebaut hat. Einen Herzenswunsch erfüllte man dem Meister des Phantastischen Realismus, indem man die ägyptische Mumie, die Giger als Kind im Rhätischen Museum in Chur entdeckt hatte, in die Ausstellung integrierte. Sie liegt jetzt im ersten Raum, gleich neben Gigers "Passagen-Tempel", durch dessen schmalen Eingang in Form eines Sarkophags man sich in eine Höhle zwischen Leben und Tod zwängt. Gigers monströse Kreationen, bei denen sich Mensch und Maschine vereinen, indem etwa das Rückgrat als Sauerstoffschlauch fungiert, lassen auf Figuren und Gestalten, Phantasieprodukte von dem Künstler schließen,

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