Dienstag, 13.11.2018 05:18 Uhr

Filmfestival DOk Leipzig vergibt Goldene Tauben

Verantwortlicher Autor: Stefanie Bettinger Leipzig, 04.11.2018, 17:52 Uhr
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Bei den 89. Academy Awards nominierter Kurzfilm von Theodore Ushev ist für DOK Neuland angetreten.
Bei den 89. Academy Awards nominierter Kurzfilm von Theodore Ushev ist für DOK Neuland angetreten.  Bild: © DOK Leipzig 2018/ Blind Vaysha

Leipzig [ENA] Beim 61. Festival für Dokumentar- und Animationsfilm in Leipzig (DOK Leipzig) gewinnt "Lord of the Toys" die Goldene Taube im Deutschen Wettbewerb langer Dokumentarfilme. Im internationalen Wettbewerb qualifizierte sich "I had a Dream". Der Film heimste am gestrigen Samstag die meisten Preise ein.

Bei der diesjährigen DOK Leipzig, dem Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (29.10. bis 4.11.2018), sind sieben Goldene Tauben in verschiedenen Kategorien verliehen worden. Insgesamt zeigte das Festival 306 Filme sowie 12 interaktive Arbeiten. Eine davon ist "Blind Vaysha", eine Produktion des Bulgaren Theodore Ushev. Das Werk wurde bereits als "Bester animierter Kurzfilm" für den Academy Award 2017 in Los Angeles nominiert. DOK Leipzig zeigte insgesamt 12 interaktive Produktionen. Den DOK Neuland Award für ein herausragendes Projekt in der Ausstellung interaktiver Arbeiten ist Sandra Rodriguez mit "Manic VR" zuteil geworden. Der Film ist mit 10.000 Euro dotiert.

Hauptpreis für "I had a Dream" und "Lord of the Toys"

Mit der Goldenen Taube im Internationalen Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilme wurde der Beitrag "I Had a Dream" der italienischen Regisseurin Claudia Tosi ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird vom Mitteldeutschen Rundfunk gestiftet. Die erstaunlichen und unverwüstlichen Frauen in diesem Film gäben Hoffnung, so die Jury. Obwohl sie sich scheinbar mit lokalen und nationalen Fragen beschäftigen, habe ihr konsequenter, politisch pragmatischer Kampf Auswirkungen auf die ganze Welt.

Der Preis für den besten deutschen langen Dokumentarfilm geht an "Lord of the Toys" von Regisseur Pablo Ben Yakov und dem Kameramann André Krummel. Der Film sei smart, differenziert, extrem mutig und von einer schmerzhaften politischen Brisanz, so die Jury. Gezeigt wird der Alltag einer Gruppe von Dresdener Youtubern, die aus Langeweile und Verlorenheit auf der Grenze zu rechtsradikal, mehrere hunderttausend Follower in den sozialen Medien haben.

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