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Bedarf an humanitärer Hilfe in der Ukraine bleibt hoch

Verantwortlicher Autor: Klaus Köhnen Berlin, 09.07.2018, 21:35 Uhr
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Berlin [ENA] Wie das Rote Kreuz mitteilt, sind 3,4 Millionen Menschen in der Ukraine, infolge der nach wie vor angespannten Lage, auf humanitäre Hilfe angewiesen. „Aufgrund der Langfristigkeit der Krise seit 2014 ist der Bedarf an Hilfsgütern ungebrochen – in der gesamten Ukraine und besonders in den umkämpften Gebieten im Donbass. Der anhaltende bewaffnete Konfliktverhindert, dass die Menschen in einen normalen Alltag finden.

Sie bleiben von Hilfsleistungen abhängig. Der Konflikt und vor allem die Not der Betroffenen dürfen nicht in Vergessenheit geraten“, sagt Christof Johnen, Leiter Internationale Zusammenarbeit beim DRK. Am heutigen Montag (9. Juli) findet in Brüssel ein EU-Gipfel zur Ukraine statt. Das DRK unterstützt das Ukrainische Rote Kreuz aktuell mit der Lieferung von drei mobilen medizinischen Versorgungsstationen. Die Einheiten werden vom Ukrainischen Roten Kreuz betrieben, um die Gesundheitsversorgung der Zivilbevölkerung zu verbessern.

Die Lieferung soll am 25. Juli in der Ukraine eintreffen. Eine der drei medizinischen Versorgungsstationen soll auch nahe ausgewählter Checkpoints zum umkämpften Donbass eingesetzt werden. Bereits seit 2015 unterstützt das DRK Binnenflüchtlinge aus der Ostukraine, die temporär in der Stadt Charkov Unterkunft gefunden haben, mit Einkaufsgutscheinen für Lebensmittel und Medikamente. Das Auswärtigen Amt fördert dieses Projekt. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen im Osten der Ukraine haben bis jetzt 2,8 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen. Rund 1,6 Millionen haben als Binnenflüchtlinge in der Ukraine Zuflucht gesucht, davon rund 180.000 in der Region Charkov.

„Viele haben kaum eine Alternative, da ihre Häuser zerstört sind und sie bei Rückkehr in ihre Heimatorte keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben. Die Lebenshaltungskosten in dem umkämpften Gebiet sind stark gestiegen, doch die Rücklagen vieler Menschen sind aufgebraucht. Not und Entbehrungen der Flüchtlinge sowie der Menschen in der betroffenen Region sind groß. Am meisten leiden die Schwächsten der Gesellschaft: Arme, Alte, Kranke, Kinder, Alleinerziehende. An sie richtet sich unsere Hilfe besonders“, sagt Johnen. Das DRK arbeitet seit der Katastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 eng mit der ukrainischen Schwestergesellschaft zusammen.

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