Samstag, 22.09.2018 22:32 Uhr

Nürburgring Classic - Rasante Motorsport Romantik

Verantwortlicher Autor: Erich Hein Nürburg, 26.06.2018, 18:16 Uhr
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Nürburg [ENA] : Vom 15. bis 17. Juni 2018, auf den Tag genau, ging die Nürburgring Classics bei guten Wetterbedingungen in die zweite Runde. Die in die Jahre gekommene Veranstaltung, der „Jahn- Wellen- Pokal“ braucht dringend ein neues Konzept. Die Mühe der Veranstalter hat sich gelohnt. Fast 20 000 Besucher pilgerten an diesem Wochenende an den legendären Nürburgring in der Eifel.

Dort erlebten sie ein prall gefülltes, abwechslungsreiches Programm mit insgesamt 18 Rennen und Sonderläufen mit über 700 Startern, Gleichmäßigkeitsprüfungen und ein neu gestaltetes Fahrerlager. Für jeden Autoklassiker-Fan war etwas dabei; die Bandbreite reichte von Prewars, Formel Vau, Porsche, Tourenwagen und Youngtimer. Allein im historischen Fahrerlager gaben sich allein 25 verschiedene Marken an Vorkriegsfahrzeuge – wie Alfa Romeo, Bentley, Bugatti, Riley und Lagonda die Ehre, um nicht nur im Stand sondern auch im Fahrtwind der Sonderläufe eine gute Figur zu machen.

Auch die PS-starken Boliden hatten ihre Liebhaber. Fahrzeuge der CanAm-Serie, historische Touren- und Sportwagen aus den verschiedensten Epochen drehten ihre Sonderläufe, Zeittrainings und Gleichmäßigkeitsprüfungen ihre Runden oder fuhren in einzelnen Rennen mit. Höhepunkte waren jedoch eindeutig die Rennläufe auf der Nordschleife und das Rennen der Tourenwagen Classics auf dem Grand-Prix Kurs. Das Gesicht der DTM mag sich im Laufe der Jahrzehnte verändert haben, hier am Nürburgring scheint die Zeit jedoch still zu stehen.

Aus organisatorischen Gründen konnten die Tourenwagen Classics nicht, wie vor 25 Jahren auf der Nordschleife stattfinden. Zum Bedauern der Zuschauer, aber dennoch sehenswert der Kampf von Thomas Stadler mit seinem AMG C- Klasse und Alexander Schmidt mit seinem schnellen Renault Laguna aus der BTCC. Stadler siegte mit einem Schnitt von 134,49 km/h. Dritter im Bunde wurde Stephan Piepenbrink im BMW M3 E30 DTM. Leider kam der Publikumsliebling, der feuerspeiende farbenfrohe weißrote Ford Sierra RS 500 von Gianfranco Brancatelli, nicht ins Ziel.

Ein Hochglanzprodukt der Classics war eindeutig das „Elefanten-Rennen“ der Vorkriegsfahrzeuge. Begleitet vom Raunen der Menschmenge auf den Rängen, gingen die geschichtsträchtigen Ungetüme der 20er- und 30er- Jahre mit gekonntem Le Mans Start auf die Strecke. Eine prächtige Museumsauswahl von Bugatti, Maserati, Bentley, Riley und MG gaben alles, aber auch alles, auf der Nordschleife sowie auf dem Grand-Prix-Kurs. Es glich einem Erdbeben, diese dröhnenden Motoren, fast so wie in früher Zeit, nur mit dem Unterschied, die aufwendigen Sicherheitsmassnahmen, die es in früheren Zeiten noch nicht gab.

Für die unterschiedlichsten Rennfahrzeuge aus Marken-Pokalen und Spezialserien, schaffte die „CTT“, die Cup und Tourenwagen- Trophy ein gekonntes Highlight aufgeteilt in zwei Rennen. Hier traf alles zusammen, was bei sonstigen historischen Rennserien noch zu jung oder zu speziell ist. Daraus resultierte ein buntes und dichtes Starterfeld mit vielen Unterklassen. Im ersten Rennen siegte ein Seat Leon WTCC gefolgt von einem Opel Astra. Als dritter im Ziel BMW Z4M Coupè. Das zweite Rennen konnte ein VW Golf 6R für sich entscheiden. Opels Astra wurde wieder zweiter und ein Audi 3 Turbo belegte Platz drei.

Richtig umfangreich gestaltete sich das Starterfeld der Formel-V- Autos. Rund 50 Monoposti mit Volkswagen- Motoren , darunter sehr frühe Autos von der Gründerzeit bis hin zu modernen Rennwagen unserer Zeit. Auch bei den Gentelmen-Drivers, die zwei Rennen auf dem Grand- Prix- Kurs bestritten, war die Vielfalt der Fahrzeuge sprichwörtlich. Von der Limousine wie Volvo P120 über Sportwagen wie Porsche 356 A bis hin zum rassigen Rennwagen wie Lola Mk 1. Im ersten Rennen siegte ein Lotus Eleven, im zweiten ein Crossie C9S. Selten Nürburgringgäste, wie ein TVR Vixen, VW Bonito, Mercury Cougar, Borgward Le Mans Coupè oder der Opel Astra 400 zeigten sich bei den Gleichmäßigkeitsfahrten, die erstmals auf der Gesamtstrecke ausgetragen wurde.

Besonders interessant ein Borgward Hansa 1500 RS ein Originalfahrzeug das bereits 1953 in Le Mans mit am Start war. Bei der Youngtimer Trophy auf dem Grand- Prix- Kurs nahmen die Autos aus der FHR und der Youngtimer Tropgy teil, beide Felder waren drei Stunden auf der Gesamtstrecke. Bei den älteren Autos siegte Wolfe und Wright im Ford GT 40, gefolgt von einem Ford Escort RS 1600 und Porsche 911 ST. Bei den jüngeren Rennwagen zeigte Porsche seine Überlegenheit. Erster Platz belegte Schrey im Porsche 935 K1, Platz zwei der Porsche 911 Rs sowie als dritter Porsche 911 RSR. Noch zu erwähnen, das zwar beliebte CanAm & Supersports Rennen wartete mit einem überaus überschaubaren Starterfeld auf.

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